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Großer Schaden bei Dachstuhlbrand

Hoher Schaden ist am Freitagnachmittag bei einem Dachstuhlbrand an der Römerstraße in Scherpenberg entstanden. Kurz vor 17 Uhr meldeten Autofahrer der Kreisleitstelle in Wesel dunkle Rauchschwaden, die aus dem Dach eines dreigeschossigen Mehrfamilienhauses kommen. Da zu befürchten war, dass sich noch Menschen in dem Haus aufhalten, schickte der Disponent die Einsatzkräfte mit dem Stichwort "Menschenleben in Gefahr" zur Römerstraße.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte drang dichter schwarzer Rauch aus dem Dachgeschoss. Die Bewohner dieser Wohnung, drei Erwachsene und vier Kinder, waren aber schon aus der Brandwohnung geflohen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Auch in den übrigen Wohnungen befand sich niemand mehr, was die Atemschutz-Trupps nach Kontrolle des Hauses dem Einsatzleiter meldeten.

Während der Löscharbeiten, die rund drei Stunden dauerten, war die Kreuzung Römerstraße/Essenberger Straße gesperrt. Hier wird gerade der Einsatz eines Wenderohrs über die Drehleiter vorbereitet.

Unter Atemschutz leiteten zwei Trupps die Brandbekämpfung ein. Außerdem wurden beide Drehleitern mit jeweils einem Wenderohr in Stellung gebracht, da sich der Rauch im Spitzboden fünf Minuten nach Eintreffen entzündet hatte und dieser Bereich in Vollbrand stand. Im weiteren Verlauf wurde das Dach des Hauses abgedeckt und vereinzelte Glutnester ablöschen zu lönnen. Insgesamt waren acht Trupps unter Atemschutz im Einsatz, 56 Kräfte befanden sich an der Einsatzstelle.

Da auch der Giebel des Hauses durch das Feuer beschädigt wurde und Einsturzgefahr bestand, sicherte das THW Moers nach Abschluss der Löscharbeiten (gegen 20.30 Uhr) die Giebelwand mit Hölzern. Dieser Einsatz war gegen 1.30 Uhr in der Nacht beendet.

Die Kriminalpolizei stellte bei ihren Ermittlungen fest, dass das Feuer durch Zündelei entstanden ist. Ein Siebenjähriger hatte mit einem Feuerzeug gespielt. Der so entstandene Schaden wird auf rund 150.000 Euro geschätzt.