Fuhrpark in Rot
Es gibt Dinge, die sind wirklich überflüssig. Wackel-Elvis, Häkel-Klorollenschoner und Handytaschen zum Beispiel. Und die Diskussion hierüber ist eigentlich auch völlig überflüssig: Warum benötigt eine Feuerwehr nicht nur ein Fahrzeug, sondern gleich eine ganze Armada? Und wieso braucht der Löschzug Scherpenberg fünf Fahrzeuge, wo es doch auch im 21. Jahrhundert noch ganze Landstriche in Deutschland gibt, in denen die Feuerwehren nur mit einem einzigen Tragkraftspritzenanhänger ausgerüstet sind?
Das hat gute Gründe. Denn wir bekämpfen nicht nur Brände jeder Größenordnung, sondern helfen auch bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen und Gütern, bei Verkehrsunfällen, bei voll gelaufenen Kellern oder wenn ein Baum auf Nachbars Haus gefallen ist. Als die Freiwillige Feuerwehr in Hochstraß-Scherpenberg im April 1906 gegründet wurde, war der Name „Feuerwehr“ noch berechtigt: Es waren vor allem Feuer, zu denen die Wehrleute gerufen wurden. Noch bis zum Ende der 1960er-Jahre blieb die Brandbekämpfung das Hauptgeschäft der Feuerwehren, auch in Moers. Mit dem stetig wachsenden Verkehr auf den Straßen und den sich verändernden Klimabedingungen stieg auch die Zahl der Einsätze zur technischen Hilfeleistung.




