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Rauchmelder, kleine Lebensretter

Wer weckt Sie bei Feuer, wenn Sie schlafen?

Nachts gegen drei Uhr. Alle im Haus befinden sich im Tiefschlaf. Alles ist ruhig - wirklich alles? Der Schein trügt. Irgendwo gerät irgendetwas ausser Kontrolle. Es kann ein Küchengerät sein, das noch eingeschaltet ist, der Fernseher auf Standby. Ein technischer Defekt. Oder eine vergessene, noch brennende, Kerze. Alles ist möglich.

Erst qualmt es leicht, aber das Feuer gewinnt rasch an Energie und breitet sich aus. Nur wenige Minuten später steht ein Teil der Einrichtung komplett in Flammen. Ein Szenario wie es in jedem Haushalt vorkommen kann, nachts wenn alles schläft. Und genau hier lauert die Gefahr.

Durch die offen stehenden Zimmertüren breitet sich der Rauch in der ganzen Wohnung aus, sogar bis in Ihr Schlafzimmer. Sie liegen in den schönsten Träumen und bekommen von dem, was hier gerade in Ihrer Wohnung geschieht, nichts mit. Eigentlich müssten Sie den Rauch bemerken, er beißt ja förmlich in der Nase. Aber wenn Sie schlafen, dann schläft auch ihre Nase.

Wie ein Rauchmelder Menschenleben rettet

Jährlich kommen bei Wohnungsbränden 600 Menschen ums Leben. Jedoch nicht, wie viele meinen, durch das Feuer. Die meisten Menschen sterben durch den Brandrauch. Drei Atemzüge des hochgiftigen Qualms reichen bereits aus, um den menschlichen Körper so zu schädigen, dass er nicht mehr überleben kann. Aber das muss nicht sein. Sie können dies verhindern.
Begeben wir uns nochmal zurück zu der Zeit, als sich das Feuer gerade in der Entstehungsphase befand. Nur geringe Mengen Brandrauch steigen nach oben in Richtung Zimmerdecke, dorthin, wo der Rauchmelder befestigt ist. Rauch dringt von allen Seiten in die kleine Kammer des Melders, in der sich ein Sensor befindet, ein. Hier wird ein von einer Leuchtdiode abgestahlter Lichstrahl in die Rauchkammer abgegeben. Im Normalzustand läuft dieser Lichstrahl ins Leere. Erst wenn sich schwarzer Rauch in der Kammer befindet, wird das Licht von den Rauchpartikeln abgelenkt. Der Melder löst aus und macht mit einem schrillen Ton auf sich aufmerksam.

Sicherheit gibt's ab 5 Euro

Das wiederum hört unser Ohr, das Gehör eines Menschen schläft nachts nämlich nicht. Durch das Piepsen des Rauchmelders werden Sie geweckt und können geeignete Maßnahmen ergreifen. Wenn sich das Feuer noch in der Entstehungsphase befindet, können sie dieses einfach mit einer Löschdecke ersticken. Sollte das Feuer bereits zu groß sein, schließen Sie die Türe des betroffenen Raumes, verlassen Sie mit allen Personen die Wohnung, warnen Sie Ihre Nachbarn und informieren unter der Rufnummer 112 die Feuerwehr. Den Rest erledigen wir.

Gute Rauchmelder gibt es übrigens schon ab 5 Euro. Achten sie beim Kauf unbedingt auf das VdS-Prüfzeichen, es steht für Sicherheit und Qualität. Bei Rauchmeldern mit diesem Signet können Sie sicher sein, dass diese zuverlässig arbeiten und nicht pausenlos Fehlalarme auslösen. Empfehlenswert sind batteriebetriebene Rauchmelder, da sie auch bei einem Stromausfall funktionsfähig bleiben. Lassen Sie sich in Fachgeschäften beraten.

Es kann jeden treffen: Die meisten Brandopfer - bis zu 70 Prozent - verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden. Denn tagsüber kann ein Feuer meist schnell entdeckt und gelöscht werden, nachts dagegen schläft auch der Geruchssinn, so dass die Opfer im Schlaf überrascht werden, ohne die gefährlichen Brandgase zu bemerken.  

Der Deutsche Feuerwehrverband, der Verband der Sachversicherer und einige andere Institutionen haben ein Faltblatt herausgegeben, auf dem noch einmal all diese Tipps stehen. Diese Datei stellen wir Ihnen hier - einmal in deutscher, einmal in türkischsprachiger Version - als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.

Download der deutschen Broschüre [266 KB]
Download der türkischen Broschüre [172 KB]

Sowohl das Ministerium Bauen und Verkehr als auch das Innenministerium Nordrhein-Westfalen haben Informationsbroschüren zum Thema "Brandschutz" veröffentlicht. Diese können auf der Internetseite www.rauchmelder-fuer-nrw.de heruntergeladen werden.

Wie man einen Feuerlöscher einsetzt Achtung, Waldbrandgefahr!